von furyrunner am 19. Feb 2010, 22:33
Bewertung des Hypnose-Komplettseminar im November / Dezember in Hamburg bei André Jordan vom TherMedius-Institut
Fast pünktlich zum Aschermittwoch möchte ich an dieser Stelle meine Büttenrede zur absolvierten Hypnose-Komplettausbildung beim TherMedius-Institut im November / Dezember 2009 unter der Leitung und Ausführung von André Jordan zum Besten geben.
Es ist bitte zu berücksichtigen, dass der Karnevalszug aus Köln bei den derzeitigen witterungsbedingten Beeinträchtigungen unserer Landstraßen natürlich nicht rechtzeitig zum Karnevalsabschluss in unsere nördliche Region gelangen konnte.
Ferner bitte ich die verspätete Seminarbewertung von meiner Seite auch deshalb zu entschuldigen, weil es für mich nicht einfach war, als einziger Büttenredner Deutschlands mit integrierter Tonne, mein Gesamtsystem rutschfrei nach Hause zu bugsieren (sorry, dass verstehen nur Seminarinsider).
Ich finde es schon nett und zugleich sehe ich es auch als meine Pflicht, als absolut zufriedener „Hypno“, dieses 14-tägigen Komplettseminars zu bewerten, damit der potentiell an diesem Seminar Interessierte sich zumindest einen Eindruck vermitteln kann, auf was er sich bei Absolvierung eines Seminars bei TherMedius und insbesondere unter der Leitung und Ausführung von André Jordan da einlässt und was er erwarten kann und was nicht.
Deshalb für alle, für die diese Bewertung zu spät kommt und die nicht bei TherMedius / bei André gebucht haben, nochmals sorry für mein verspätetes Feedback.
Nun, beginnen möchte ich mit der Serviceleistung des TherMedius Instituts. Dazu zähle ich, als zurzeit erfahrener Seminarteilnehmer an vielen verschiedenen Instituten zu unterschiedlichen Themen, Psychologischer Berater / Heilpraktiker für Psychotherapie, NLP – Practitioner - Ausbildung, Coachausbildung, Human-Flow-Ausbildung, etc., die Information seitens des Instituts hinsichtlich Buchungs-Bestätigung (zeitnah erfolgt), Zahlungserinnerung, vielleicht auch in Form der Rechnung via Mail, Geldeingangsbestätigung und vor allem eine zeitnahe Bestätigung, dass das Seminar auch stattfindet, mit Anfahrtsskizze und vielleicht einigen brauchbaren Tipps hinsichtlich des Ablaufes (vor allem für solche Teilnehmer wichtig, die als Gast irgendwo untergekommen sind oder ihre täglichen Hin- und Rückfahrten organisieren müssen) als auch zum Thema als solches.
Dies ist nicht Aufgabe des Trainers und Seminarleiters, sondern eindeutig eine hoheitliche Aufgabe des Instituts. Um dies im Sinne einer NLP-orientierten Kommunikation und gemäß den Axiomen und Leitlinien der konfliktfreien Kommunikation auszudrücken, das Institut hat an dieser Stelle ein starkes Verbesserungspotential (es gibt keine Fehler, nur Feedback).
Ich habe also etwa drei Tage vor Seminarstart (nach vorheriger Bezahlung des zum Anmeldungszeitpunkt festgelegten Preises) von mir initiiert, beim Institut angerufen, um zu klären, ob dieses Seminar stattfindet….
Angekommen in Hamburg, habe ich mich sehr zeitig zur Seminaradresse aufgemacht, da ich ohne Anfahrtsskizze mir einfach mehr Zeit einräumen wollte (selbstverständlich habe ich mir zuvor aus dem Internet eine entsprechende Übersicht .gezogen; doch es gilt: Die Landkarte ist nicht das Gebiet…).
Zunächst fand ich die Hausnummer nicht. Der erste Gedanke, der in mir hochstieg und der sicherlich aus der „Vororganisation“ und der verbesserungswürdigen Kommunikation zwischen dem Institut und mir resultierte, war, oh „Gott“ jetzt bin ich wohl jemanden auf dem Leim gegangen und mein ganzes Geld ist weg und das bei meiner derzeitigen finanziellen Situation…
Dass sich der Seminarort zunächst meinen Augen verschloss, lag vielleicht daran, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass dieses Seminar in einem nicht gerade ansehnlichen Gebäude eines Hinterhofs stattfinden werde. Nachdem es mir gelungen war, die in mir aufgestiegenen ängstlichen Gefühle wieder in den Griff zu bekommen und ich mir meine positiv-erwartungsvolle Handlungs- und Denkweise wieder zurück erobern konnte, sah ich an der Wand zur Toreinfahrt ein kleines, nicht gerade mit Profihand erstelltes, Hinweisschild, das auf den Hypnosekurs und auf eine Tischlerei hinwies.
Nun gibt es verschiedene Arten, wie Tischlereien von außen aussehen können. Diese sah eher so aus, wie eine Tischlerei, die nicht auf Sauberkeit und Kundenwirkung ausgerichtet war, so als befände sich am Ende ihres wirtschaftlichen Zyklus.
Das zweite, was mir an diesem Morgen in den Kopf schoss, war die Idee, dass ich meine bereits geleisteten Seminargebühren (ist ja nicht unbedingt ein kleines Solitär…) für eine Laiendarstellung angelegt hätte; von irgendwelchen Leuten initiiert und gehalten, die auf irgendeinem Hypnotripp sind und meinten, sie hätten etwas zu sagen und sogar noch etwas zu vermitteln…
Also trat ich ein, in dieses Gebäude, in dem im dritten Stock das Seminar in einer dort befindlichen Ballettschule stattfinden sollte. Der enge Flur, der durch die an den Seiten abgestellten Tischlereimaterialien zum Korridor geworden war, die auf dem Boden befindlichen Arbeitsreste, das Treppenhaus, das mich sehr an einen Aufgang in einem Schüttgutbunker in Salzgitter erinnerte, halfen kräftig dabei, meine Gedanken mit meiner ganzen inneren Gefühlswelt zu verbinden – das Geld kannst du abschreiben, mein Lieber; hättest du doch….. eine ganze Liste von zermürbenden Vorwürfen stieg in mir auf.
Nun trat ich ein, in die Räumlichkeiten der Ballettschule, in denen ich innerhalb der nächsten 14 Tage nun meine Ausbildung zum Hypnosecoach absolvieren wollte und sollte.
Das WC musste noch aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts stammen, also eine echte Rarität…
Die Küche hätte es mit jedem aus meiner Vorstellung erwachsenem Modell einer alternativen Wohngemeinschaftsküche aufgenommen…
Der wirklich große Seminarraum (zusätzlich gab es noch einen zweiten, kleinen Raum) bot auf jeden Fall viel Platz, um sich mit einer Gruppe von 12 Leuten ausbreiten und effektiv arbeiten zu können. An manchen Stellen der Wände waren in Deckenhöhe der ein oder andere Fleck ehemals eingetretenen Wasser sichtbar; zum Teil mit spaakähnlichen Ansätzen.
Alles in allem bewirkten diese, meine Eindrücke, in mir nicht das Gefühl das richtige Institut ausgesucht zu haben und es hätte an dieser Stelle nicht mehr viel bedurft, mir zu bestätigen, dass das, was ab jetzt vermittelt wird, mir nicht nur keinen Nutzen bringe, sondern sich zu einem echten Flop und zu einer absoluten Fehlinvestition entwickeln werde.
Nun, zumindest der Seminarleiter machte einen seriösen, freundlichen und wissenden Eindruck. Auch die Teilnehmer machten auf mich den Eindruck, dass ich mich nicht so sehr von ihnen unterscheiden würde – ein erster Hoffnungsschimmer.
Versteinert, unsicher, bedrückt, frustriert, zurückhaltend und auf Abstand programmiert, so begann für mich – und vielleicht auch für den einen oder anderen Seminarteilnehmer – das Seminar (spätere Gespräche mit den anderen Teilnehmern, bestätigte mir dies- andere empfanden den Start ähnlich).
Nachdem der Seminarleiter, André Jordan, darauf hinwies, das die früher einmal angegebenen Seminarzeiten (Start & Ende) neu abgestimmt werden müssten, weil zu den angegebenen Zeiten die Räumlichkeiten an bestimmten Tagen nicht zur Verfügung ständen, war mein Organisationsbedarf erst einmal gedeckt. Mein Gesicht versteinerte sich mehr und mehr und mein Hals drückte extrem im Hemdkragen und der Druck wurde, um im hypnotischen Kontext zu bleiben, stärker und stärker...
Und dann begann André loszulegen…
Spätestens zu Mittag war meine Miene aufgehellt, der Hemdkragen hatte wieder Überweite, die Spaakflecke waren, zumindest visuell, nicht mehr sichtbar, das WC müsse man unbedingt für einen Nostalgiepreis vorschlagen, darum werde ich mich sofort nach dem Seminar kümmern, die Einrichtung der Küche und ihr Durcheinander entwickelten sich Minute für Minute mehr und mehr zu einer echter Lebensphilosophie (konnte mich zu Hause allerdings nicht durchsetzen, dieses Lebensphilosophie auf unsere zu übertragen???), mein Geld war nie besser angelegt, als in dieses Seminar – das wusste ich jetzt schon.
Fazit, wusste ich doch, dass ich wieder einmal die richtige Entscheidung getroffen hatte und diese Erkenntnis schon in nicht einmal 2 Stunden Seminar.
Was war passiert?
Ich habe im Laufe meines Lebens und meiner beruflichen Karriere- Teil II (über 20 Jahre!) als Projektmanager und Senior Consultant eine Menge Leute kennengelernt, die sich sicher und auf höchstem Niveau verbal ausdrücken und kommunizieren konnten. Die darüber hinaus schlagfertig und um keine Antwort verlegen waren. Wenn auch manchmal bei dem einen oder anderen die spontanen Antworten und Reaktionen im zweiten Nachgang betrachtet, nicht so hundertprozentig fundiert waren. Viele dieser, meiner Wegbegleiter verfügten über ein hohes Maß an fachlicher Intelligenz und so manch einer darüber hinaus auch über ein sehr großes Spektrum fachneutralen Wissens und Vereinzelte ferner auch noch über ein großes Repertoire an Allgemeinwissen.
Bis auf die Tatsache, dass ich bei André nie das Gefühl hatte, dass er es nötig gehabt hätte, sich auch einmal heißer Luft bedienen zu müssen, treffen diese Eigenschaften alle auf ihn zu. Damit nicht genug, ich habe selten einen Menschen getroffen, der über ein so hohes Maß an sozialer Kompetenz und emotionaler Intelligenz verfügt, wie André; geschweige denn Jemanden, der alle diese Fähigkeiten in sich vereint, wie André. Damit nicht genug, denn André setzt dem ganzen noch die Krone auf, denn er ist spontan witzig und spritzig und wäre ich eine Dame, dann würde ich ihm auch noch eine scharmante Seite bestätigen.
Zu jedem Zeitpunkt und in jeder Situation stellte er sich den Fragen der Teilnehmer und beantwortete diese mit absolut sachlicher Kompetenz und manchmal auch darüber hinaus auf witzige Art und Weise. Einfach Spitzenklasse, André!
Was ich persönlich vor allem absolut beeindruckend fand, war die Tatsache, dass er mit ganz wenig Theorievermittlung auskam, um uns Teilnehmer das zu erklären, was zu erklären war und was wir in den praktischen Übungen erlernen sollten und natürlich auch wollten. Jede Technik und es waren etliche, hat er gestochen scharf erklärt und demonstriert, so dass uns Teilnehmer es zu keinem Zeitpunkt schwer viel, diese Techniken zu verinnerlichen und anzuwenden. An dieser Stelle möchte ich auch nicht vergessen, dass die vom TherMedius gelieferten Seminarunterlagen sehr komplett sind und vom hohen fachlichen Wert sind. Jetzt, im Rahmen meines Seminarnachgangs und im Rahmen meiner weiteren Vertiefung in diesem Bereich, mag ich das wohl beurteilen können.
In den praktischen Übungen (im Grunde genommen war das ganze Seminar eine fundierte Vermittlung von erfahrener Praxis!) auch wenn es durchaus 6 Zweiergruppen waren, war André stets präsent. Er kam mir vor, wie ein düsenbetriebener Beobachter, Wächter und stets präsenter Coach, der über den Gruppen stets in angemessener Höhe schwebte, um den Überblick über alles zu haben; aber auch so tief, um alle Details mitzubekommen und in Situationen, wo Fragen auftauchten oder noch nicht alles perfekt ablief, sofort da zu sein.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, er war mit jedem von uns per Funk verbunden; und dies alles mit einer unglaublichen Ruhe und Ausgeglichenheit.
Natürlich kommt auch das ein oder andere Mal bei einem Probanden ein Gefühl oder eine unverarbeitetes Erlebnis in Trance hoch. Als auszubildender Hypnotiseur ist man in einer solchen Situation anfangs sicherlich noch etwas ratlos und befangen, so dass man vielleicht ins Stocken gerät. Aber kein Problem, André – Düsentrieb ist ja da, immer allgegenwärtig und präsent, sowohl für den Hypnotiseur als auch für den Probanden.
Wenn ich dies nicht alles selbst miterlebt hätte, könnte ich diesen Erfahrungen kaum Glauben schenken – aber es ist so.
Von allen meinen bisherigen Ausbildungen war dieses Seminar bei André der Hammer schlecht hin.
Wenn ich eines Tages einmal eine gute Fee treffen würde und ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich mir eine neue Tonne wünschen. Eine Tonne, die genauso ist, wie die von Andre´, ja eine solche Tonne soll es sein. Auf jeden Fall könnte ich dann zu Hause bleiben und gleichzeitig in Köln Karneval feiern und der Aschermittwoch wäre nicht am Freitag.
Ein schlichtes Danke, André!
Für den lesenden potentiellen Neu-Hypno, der in Erwägung zieht, bei TherMedius ein Seminar zu belegen, noch nachfolgende abschließende Beurteilung und Hinweise:
In Pausengesprächen mit anderen Seminarteilnehmern wurde aufgrund vorhergehender absolvierter Kurse des einen oder anderen beim TherMedius Institut deutlich, dass das Institut über mehr als nur einem André verfügt, wenn auch vielleicht in etwas kleinerer Ausgabe (jeder Mensch, auch ein Seminarleiter, ist eben ein Individuum – und es kann letztendlich nur einen André – Düsentrieb geben…).
Meine nicht verbale Beurteilung würde ich folgender Maßen abliefern wollen:
André
Goldmedaille Fachwissen
Goldmedaille Hypnoseübergreifendes Fachwissen
Goldmedaille Allgemeinwissen
Goldmedaille Trainerkompetenz
Goldmedaille Soziale Kompetenz
Goldmedaille Emotionale Intelligenz
Goldmedaille Menschlichkeit
Goldmedaille Witz, Humor und Empathie
TherMedius
Silbermedaille Seminarunterlagen
In den Rängen Organisation und Präsens
Insgesamt kann ich also der Kombination TherMedius / André Jordan eine Goldmedaille verleihen.
Ich möchte bei der Wahl eines geeigneten Instituts darauf hinweisen, dass eine
Silbermedaille der erste Verliererpreis ist…
furyrunner
19.02.2010